Möbelgriffe fürs Badezimmer: das Designdetail, das in einem Feuchtraum alles verändert
Es gibt einen Raum, den man fast bis ins letzte Detail gestaltet. Man wählt die Fliesen mit Sorgfalt, die Armaturen auf den Millimeter genau, den Spiegel wie einen Bilderrahmen. Und dann kommt der Waschtischunterschrank, mit seinen Original-Griffen, jenen, die man eigentlich nie wirklich gewählt hat und die nichts erzählen.
In wenigen Jahren ist das Badezimmer zu einem der meistgenutzten Räume des Hauses geworden. Man sucht dort die Ruhe des Morgens, das gedämpfte Licht, eine Form der Selbstfürsorge. Das Detail, das dabei am häufigsten übersehen wird, ist der Griff des Waschtischunterschranks. Schade, denn er ist eines der ersten Dinge, denen die Hand jeden Tag begegnet, oft noch feucht, direkt nach der Dusche. Ein Berührungspunkt, kein Accessoire.
Im Feuchtraum ist Metall keine Option
Vor der Form und vor der Farbe steht eine einfache Anforderung: Das Material muss der Feuchtigkeit standhalten. Diese Regel beseitigt von vornherein die Hälfte aller Zweifel. Unsere Metalle, Aluminium, Bronze, Kupfer und Messing, sind allesamt für diesen Einsatz geeignet. Sie halten der Raumfeuchte, Stößen und Wärme mühelos stand, und ihr Pflegehinweis nennt das Badezimmer im selben Atemzug wie die Küche.
Das ist auch der einzige Bereich im Katalog, in dem unser zugänglichstes Material zurücktritt. Das Bio-Harz, perfekt und günstig für ein Deko-Möbelstück im Trockenen, hat in einem Nassraum nichts verloren, denn seine Oberfläche verträgt keine dauerhafte Feuchtigkeit. Im Badezimmer bleiben wir daher durchgehend beim Metall, und der Einstiegspunkt ist nicht mehr das Harz, sondern das satinierte Aluminium.
Bronze, Kupfer, Aluminium: Jedem Metall seine eigene Atmosphäre
Sobald diese Regel feststeht, wird die Wahl wieder zum Vergnügen, denn es geht nur noch um die Atmosphäre.Satiniertes Aluminium ist das schlichteste und erschwinglichste aller Metalle. Völlig unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, verströmt seine Oberfläche ein sanftes, graues Licht, weder spiegelnd noch vollkommen matt. Es ist die zeitgemäße Standardoption, die sich ebenso gut in einem minimalistischen Badezimmer wie in einem bereits eingerichteten Raum einfügt.
Die Bronze spielt eine andere Melodie. Sie ist eine Legierung, die von Natur aus korrosionsbeständig ist, und in einem belüfteten Raum beschleunigt die leicht feuchte Luft sanft ihre Patina. Der Griff wirkt hier oft schöner als anderswo im Haus: Die Ocker- und Brauntöne vertiefen sich, jedes Stück entwickelt sich in seinem eigenen Tempo. Mit Holz, Stein und Leinen entsteht die Harmonie sofort.
Das Kupfer treibt die Wärme noch weiter. Sein rosafarbener Ton wärmt eine weiße oder hellgraue Front, und es besitzt anerkannte antimikrobielle Eigenschaften, ein dezentes, aber willkommenes Detail in einem Nassraum. Messing liegt dazwischen und bringt einen goldeneren, fast sonnenhaften Glanz.
Auf der Skala des Katalogs bleibt Aluminium das zugänglichste Metall. Kupfer, Bronze und Messing legen eine Stufe zu, hin zu den von Hand in unserem Atelier gefertigten Patinas. Die Wahl läuft dann auf zwei Fragen hinaus: die Atmosphäre, die Sie anstreben, kühl und klar oder warm und lebendig, und das, was Sie hineingeben möchten.
Ein sicherer Griff, auch mit nassen Händen
Im Badezimmer ist Ergonomie kein Luxus. Man öffnet eine Schublade mit nassen Fingern, greift nach dem Griff beim Verlassen der Dusche, und die Bewegung muss sicher bleiben. Genau hier spielt ein Knopf mit klarem Relief seine Stärke aus. Der Palazzo Quadrat bietet mit seinem leicht erhabenen Rahmen einen sicheren Halt, selbst wenn die Hand abrutscht. Seine quadratische Form hält die Achse eines schwebenden Waschtischschranks ebenso wie die einer Aufbewahrungssäule und wirkt nie beliebig platziert.
Der Lochabstand, das einzige Maß, das zählt
Wie bei der Küche oder der Kommode besteht der einzige technische Schritt aus einer Messung. Ermitteln Sie den Abstand zwischen den beiden vorhandenen Bohrungen, von Mitte zu Mitte: Das ist der Lochabstand. Bei Badezimmermöbeln finden sich am häufigsten 96 und 128 Millimeter.
Für einen Doppelwaschtisch oder einen etwas breiteren Unterschrank setzt eine Stange mit Lochabstand eine horizontale Linie, die die Front strukturiert und sich mit einer Hand öffnen lässt. Die Palazzo Stange deckt die gängigen Abstände ab, von 96 bis 192 Millimeter, in mehreren Längen. Und falls Ihr Möbel für eine Stange gebohrt ist, Sie aber einen Knopf bevorzugen, genügt eine Bohrung: Die andere wird mit einer dezenten Abdeckung verschlossen.
Einige häufig gestellte Fragen
Welches Material für einen Möbelgriff im Bad wählen?
Ein Metall. Aluminium, Bronze, Kupfer und Messing widerstehen der Feuchtigkeit eines belüfteten Feuchtraums ohne Weiteres. Bio-Harz hingegen ist Möbeln vorbehalten, die trocken aufgestellt werden: Es eignet sich nicht für ein Badezimmer.
Vertragen Bronze und Kupfer Feuchtigkeit?
Nein. Es handelt sich um Legierungen, die von Natur aus korrosionsbeständig sind. In einem gut belüfteten Badezimmer bereichert die Umgebungsfeuchtigkeit ihre Patina sogar sanft, statt sie zu beschädigen.
Welcher Lochabstand für einen Waschtischunterschrank?
Die gängigsten sind 96 und 128 Millimeter. Das Einzige, was Sie messen müssen, ist der Abstand zwischen den beiden vorhandenen Löchern, von Mitte zu Mitte. Für einen Möbelknopf mit nur einem Befestigungspunkt genügt eine einzige Bohrung.
Eignet sich ein Möbelgriff aus Messing für ein Badezimmer?
Ja. Messing ist ein robustes Metall, das sich in Feuchträumen bewährt, mit einem goldenen Glanz, der den Raum erwärmt und sich zu hellem Holz wie zu neutralen Tönen fügt.
Der Möbelgriff, die Signatur eines vollendeten Badezimmers
Ein wirklich vollendetes Badezimmer erkennt man an seinen Oberflächen, nicht an der Größe der Dusche. Der Griff des Waschtischunterschranks gehört zu jenen kleinen Entscheidungen, die in ihrer Summe einen eingerichteten Raum von einem komponierten Raum unterscheiden.
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